Boillot Jean Marc, Pommard

Die Weine von Jean-Marc Boillot waren lange Zeit nur hier und dort zu finden. Zum einen gibt es keine großen Mengen, denn die Domaine umfasst nur knapp elf Hektar. Zum anderen sind seine Weine sehr gesucht und mittlerweile zu raren Delikatessen avanciert. Boillot, so scheint es, wurde dabei das Talent in die Wiege gelegt und verfügt neben seiner außergewöhnliches Begabung auch über den entsprechenden Lebenslauf: Der Enkel des großen Etienne Sauzet stammt nicht allein aus einer alten Weinbau-Dynastie, sondern hat seine Fähigkeiten bei seinem Lehrmeister in der Domaine Olivier Leflaive vertiefen können.

Er ist einer der wenigen Winzer, die gleichermaßen für ihre spektakulären weißen wie roten Weine berühmt sind, die er anteilig auf gleicher Fläche anbaut. Begonnen hat Boillot 1985 mit gepachteten Flächenin Pommard, die er 1988 mit Parzellen seines Großvaters in Volnay und Pommard ergänzen konnte. 1991 bekam er noch eine weitere weiße Parzelle aus dem Besitz der Großeltern, die die heutigen 10,5 Hektar komplettierten. Unterstützt wird Jean -Marc heute von seinen Kindern Lydie und Benjamin.

Das Rezept zum Erfolg klingt dabei ganz einfach: für die Weißweine werden die ganze Trauben komplett gepresst und kommen nach 24 Stunden Mazeration in die Fässer mit einem Neuholzanteil von maximal 25–30 %. Die Hefe wird einmal die Woche aufgerührt und vor der nächsten Ernte wird gefüllt. Die Rotweine werden entrappt und kalt mazeriert. Nach 13 Monaten im Holz (max. 50 % Neuholz) kommen sie nochmals für sechs Monate in den Stahltank, bevor sie gefüllt werden. Während die Roten dank ihrer satten Frucht und eleganten Balance maximal 5-7 Jahren Flaschenreife benötige,n sind die Weißweine Boillots gereift eine besondere Delikatesse: 10 Jahre und mehr stellen hier kein Problem dar.