Roussillon

Tief im Süden an der Grenze zu Spanien liegt das Roussillon. Es wird gleich von drei Gebirgszügen, den Pyrenäen, dem Canigou und den Corbières, umrahmt und öffnet sich wie ein riesiges Amphitheater in Richtung Mittelmeer. Der Einfluss der drei Gebirgsketten sorgt für eine kaum vergleichliche Vielfalt an Bodenformationen. Waren früher vor allem die alkoholverstärkten Weine aus Rivesaltes, Maury und Banyuls bekannt, sind es mittlerweile die Weiß- und Rotweine lokaler Rebsorten, die oft von uralten Rebstöcken stammen und mittlerweile zu den besten Weinen Frankreichs zählen. <weiterlesen>

In gewisser Weise standen am Anfang des modernen Weinbaus eine Rebsorte und ein Gelehrter, der eine neue Weinbereitungsmethode erfand. Es war Arnaldus de Villanova (um 1235–1311), der zu einer Zeit, als das Roussillon zum Königreich Mallorca gehörte, die Gärung der Weine mit Hilfe reinen Alkohols stoppte. Er nutzte die Muskateller-Traube, eine hocharomatische Sorte, die durch diesen Produktionsprozess ihre Frische und Süße behielt und durch den zusätzlichen Alkohol haltbar gemacht wurde. Diese Art des Weins nennt man Vin Doux Naturel. Bis heute werden in Rivesaltes, Maury und Banyuls solche Weine erzeugt. Man unterscheidet dabei ähnlich wie beim Portwein zwischen oxidativ (tuilé) und reduktiv ausgebautem Wein und ferner zwischen granatrotem Vin grenat und bernsteinfarbenem Vin ambré. Neben den beiden Sorten Muscat d’Alexandrie und Muscat à petit grains werden Grenache noir, Grenache gris und Grenache blanc sowie Macabeu und Tourbat oder, wie die Rebsorte auch genannt wird, Malvoisie du Roussillon verwendet, ferner in kleinen Anteilen Carignan, Cinsault, Syrah und Listan. Damit wären dann auch die wichtigsten Rebsorten des Roussillon erwähnt, die wohl ursprünglich alle aus Spanien stammen.

Neben den Süßwein-Appellationen nehmen die der trocken ausgebauten Weine einen immer wichtiger werdenden Platz auf den guten Weinkarten ein. Dabei stechen vor allem zwei Orte heraus: Collioure und Calce. Während Collioure vor allem für seine schwarzen Schieferböden berühmt ist, findet man rund um Calce die unterschiedlichsten Bodenformationen, auf denen die oft uralten in Buscherziehung gepflegten Rebstöcke stehen.

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