Baden

Baden ist das südlichste Weinbaugebiet Deutschlands und mit knapp 16.000 Hektar das drittgrößte. Es beginnt südlich im Dreiländereck mit dem französischen Elsass und der Schweiz, reicht bis zum Bodensee und nördlich entlang der Oberrheinischen Tiefebene über die Badische Bergstraße und den Kraichgau bis nach Tauberfranken. Das Gesamtgebiet wird in Nordbaden und Südbaden unterteilt. Auf Grund des warmen Klimas ist Baden das einzige deutsche Anbaugebiet, das wie Österreich, das Elsass oder die Loire zur Weinbauzone B gehört. Man unterscheidet im Gesamtgebiet neun Teilbereiche mit unterschiedlichen Bodenformationen und Klimata. <weiterlesen>

Baden, wo vor allem Winzergenossenschaften über lange Zeit hinweg den Markt bestimmt haben, ist das Land der Burgundersorten. Auch wenn der Müller-Thurgau immer noch den zweiten Platz im Rebsortenspiegel einnimmt, so sind doch Spätburgunder, Ruländer bzw. Grauburgunder und Weißburgunder die bestimmenden Sorten, die auch international das meiste Renommee haben. Im Markgräfler Land, das sich über 3.000 Hektar Löss-, Lehm- und Kalkmergelböden von Freiburg bis nach Basel erstreckt, ist zudem der Gutedel (Chasselas) weit verbreitet. Am Bodensee, in der Ortenau und im Kraichgau findet man verstärkt Riesling. In der Nähe des Bodensees liegt zudem der höchstgelegene Weinberg Deutschlands. Es ist der Hohentwiel mit 560 Metern. Die Badische Bergstraße ist mit 400 Hektar der kleinste Bereich in Baden. Er war bis 1971 mit der Hessischen Bergstraße verbunden und bis 1996 auch mit dem Kraichgau. Auf Grund des milden Klimas bezeichnet man dieses Gebiet gerne als badische Riviera. Die Weinberge konzentrieren sich vor allem rund um Heidelberg. Neben dem Breisgau und dem Tuniberg ist der Kaiserstuhl das wichtigste und mit über 4.000 Hektar auch das größte Anbaugebiet Badens. Es ist nach dem gleichnamigen erloschenen Vulkankegel benannt und weist entsprechend große Mengen an vulkanischem Gestein auf. Einige der hier entstehenden Spätburgunder sind weltbekannt.

Neben den schon erwähnten Winzergenossenschaften haben sich im Laufe der letzten zwanzig Jahre einige Familienbetriebe einen hervorragenden Ruf erworben. Viele, wie etwa das Weingut Ziereisen, sind aus einer bäuerlichen Mischwirtschaft entstanden, in der neben Wein immer auch Erdbeeren, Spargel und sogar Tannenbäume angebaut wurden. Aber erst mit der jetzigen Generation haben sich viele Winzer getraut, ganz auf den Weinbau zu setzen. Mit einem Stil, der auch mit einem Auge in Richtung Burgund schaut und sich trotzdem des eigenen Charakters bewusst ist, erhalten die Winzer mittlerweile viel Anerkennung.

 

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