Vulkangestein Riesling trocken
2018

Schäfer-Fröhlich, Bockenau

Der Wein

Die Trauben für den Riesling Vulkangestein stammen aus den Top-Lagen für die Großen Gewächse Felsenberg und Kupfergrube (60 % aus dem Stromberg und zu 40 % aus dem Felsenberg). Spontan vergoren, kaum Maischestandzeiten und bis in den März auf der Hefe gelagert. Vulkangestein heißt dieser Wein, weil er überwiegend von den extrem harten Vulkangesteinsmassen des Strombergs stammt. Das Alter der Reben liegt zwischen 20 und 35 Jahren. Für das Große Gewächs aus dem Stromberg sind diese Reben noch etwas zu jung, deswegen werden sie für den Vulkangestein eingesetzt.

Tim Fröhlich hat 2018 wie einige andere Winzer nur im inneren Bereich entblättert und die äußeren Bereich stehen gelassen, um Schatten zu spenden. Gleichzeitig wurden die Triebspitzen größtenteils nicht geschnitten und nicht gewickelt, sondern einfach etwas herunterhängen gelassen.  Das Ergebnis war eine tiefere Wurzelung und zu dem Versuch der Reben mehr von unten zu holen. Das Resultat waren schöne, kleine Trauben.
In so warmen, trocknen Jahren sind nicht so hohe Erträge erwarten.  So werden die Reben überfordert und die Phenolik zu grob.

Bei der Pressung wurde sehr schonend gearbeitet und es wurde etwa 15 - 20 Prozent weniger  Saft ausgepresst als in normalen Jahren. Die Trester wurden komplett feucht zurück in die Weinberge zur Düngung gebracht. Die Phenolstruktur des Saftes ist somit viel feiner, die Weine werden strahlend und brilliant.

Eisenhaltigkeit und Würze zeigen immens viel Druck, dazu die hohe Reife, gelbe Frucht, Pfirsisch, Aprikose, anschließend lässt sich Süße durch Boskoopapfel und Orangenzeste feststellen.  Die 2018er-Trauben hätten auch locker in die GGs eingehen können. Am Ende dominiert die dunkle, steinige Würze. So kühl und dunkel im Mund, Würze, Eisen, rote Frucht, salzig, große Länge, famose Säure. Der Vulkangestein ist ein vorzüglicher Wein.

Der Winzer

Gummi, Ei oder lieber Feuerstein?

Das Weingut ist schon lange kein Geheimtip mehr, das stimmt, und dieses Jahr sogar von vier auf fünf Trauben im Gault Millau heraufgestuft worden. Es ist damit unbestrittener König der Nahe. Und mal ehrlich, wer hätte das gedacht? Lange wurde Tim Fröhlich belächelt, wenn er seine Weine auf Präsentationen einstellte und man die unterschiedlichen Lagen allein an den Böcksern auseinanderhalten konnte: Gummi, Ei oder Feuerstein? Felsenberg, Felseneck oder Frühlingsplätzchen? Zu schräg waren seine Weine für die normalen Verkoster, die auf technische Brillanz und sofortigen Genuss probieren. Die Spötter ungeachtet setzte Fröhlich auf von Anfang spontane Vergärung und schuf so Weine, die nun einmal nichts für ungeduldige Primärfrucht-Abonenten sind. Wer allerdings noch etwas 2007er Felseneck im Keller hat weiß, dass ein langer Atem sich auszahlt.

- Felseneck

- Felsenberg

- Halenberg

- Frühlingsplätzchen

- 16 Hektar Weinberge in Familienbesitz

- Weinbau an der Nahe seit 1800

- neben Riesling auch sehr gute Ortsweine aus Weiss- und Grauburgunder

- Unbedingt die Süßen Prädikatsweine versuchen!

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Abbildung und Jahrgang sind beispielhaft
15,49 €

pro Flasche à 0,75 l
20,65 € / Liter
zzgl. Versandkosten

Artikelnummer

22013-18

Verfügbarkeit

sofort verfügbar

Jahrgang

2018

Land

Deutschland

Region

Nahe

Qualität

VDP Ortswein

Traube

Riesling

Alkohol

12% vol

passt zu

pochierter Fisch mit Soße
gegrillter Fisch
zur Kräuterküche
Geflügel helle Soße
vegetarisch

Typ/Geschmack

saftig, kräftig & konzentriert

Lagerfähigkeit

20 Jahre

Allergene

Enthält Sulfite. Kann Spuren von Eiweiß, Milch und Gelatine enthalten.

Anschrift des Winzers

Schäfer-Fröhlich, Bockenau
Bockenau, Nahe

Inhalt

0,75 l

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