Probekiste Juni 2018

Der Wein

2017 Grauburgunder Herrenstück Holger Koch Baden

Über Holger Koch und seine brillanten Burgunder brauchen wir eigentlich keine weitere Zeile mehr zu verlieren. Sie werden allen Ortes hochgelobt, und das nicht aus Hype, sondern zu Recht. 2017 war ein schwieriger Jahrgang der europaweite Ausfälle mit sich brachte. Zuerst kam Frost, dann Hagel, einige Winzer hatten Totalausfälle zu vermelden. Doch Katastrophen minimieren lediglich die Mengen, dich haben nichts mit deren Qualität zu tun. Und die ist in 2017 über alles erhaben. Mit feiner Würze und pikantem Biss bringt dieser Grauburgunder aus der Ortslage Herrenstück das Beste auf die Flasche, was wir seit langem probieren durften. Spontan im Holzfass vergoren und gereift ist er grade rechtzeitig zu den ersten warmen Tagen eingetroffen.

2016 Le Chardot Chardonnay Ballorin Burgund

Dieser exzeptionelle Chardonnay Le Chardot wurde von Gilles Ballorin als Vin de France gefüllt, aus dem einfachen Grund, dass ihm Hagel und Frost im Jahre 2016 die gesamte Ernte dahingerafft haben. Er musste also zukaufen um irgendetwas zu verkaufen. Die Trauben stammen aus dem südlichen Burgund, dem Maconnais, die Ballorin bei sich in Morey St. Denis wie seine eigenen Trauben weiterverarbeitet hat. Laut französischem Weingesetz ist es dann eben ein französischer Wein statt ein Burgunder, was der Qualität jedoch keinen Abbruch tut. Mit feinem Säurezug und perfekter Balance vereint er Trinkspaß und Seriosität und leert sich im Handumdrehen. Perfekt zu gegrilltem Fisch.

 2017 Rosé Pinot Noir, Haus Klosterberg Molitor Mosel

Summertime, and the living is Rosa! Kaum ein Wein ist so an die Jahreszeit gekettet wie der Rosé, mit Ausnahme des Glühweins vielleicht. Beide haben einen leidlich schlechten Leumund, dem man nur mit gnadenloser Qualitätsoffensive begegnen kann, denn kein Rosé ist auch keine Lösung. Beim Thema Rosé scheint dem geneigten Zecher der Name Markus Molitor womöglich ungewöhnlich, schließlich wird Molitor weltweit vornehmlich für seinen Riesling gefeiert. Molitors Spätburgunder gehören jedoch ebenfalls zum Besten, was man von der Mosel kaufen kann. Und wo Spätburgunder wächst, ist der Rosé nicht weit. Mit aparter Frucht und der typischen Schiefer-Mineralität schafft er den Spagat zwischen anspruchsvollem Wein und beschwingtem Genuss für jede Gelegenheit. Flasche leer - Feuerwehr!

2017 La Tour du Bon, Bandol Rosé, Provence

Ein Klassiker, auf dessen Ankunft wir uns Jahr für Jahr wieder freuen. Im Bandol, im Süden Frankreichs, produziert die Familie Hocquard seit über 45 Jahren Weine, die mittlerweile als Referenz für die Region gelten. Konzentration auf das Wesentliche bestimmt dabei von jeher ihre Arbeit: Einen Weißen, zwei Rote und diesen wunderbaren Rosé gibt es, das war’s. Der Rosé hebt sich in einem entscheidenden Punkt von seinen Marktbegleitern ab: Er spiegelt seine Herkunft und nicht moderne Kellertechnik. Mit mineralischem Rückgrat und kräuterwürziger Aromatik ist er klares Kind seiner Heimat. Die Frucht ist angenehm zurückgenommen, etwas Zitrusschalen mischen sich mit roten Johannisbeeren und vielleicht einer kleinen Himbeere. Mit präzisem Biss am Gaumen ist er nicht nur parkettsicher in der Aperitif-Situation, sondern weiss auch am Tisch zu überzeugen: Zu Salaten, Gegrilltem sowie Muschelzeug und Fisch.

2014 Merlot, Vin de France, Ballorin, Burgund

Das Burgund ist nicht die Heimat des Merlot, das weiss jedes Kind. Dennoch war Ballorin 2016 wie bereits erwähnt, gezwungen Trauben zu zukaufen, da es das Wetter derart schlecht mit ihm meinte, dass er nichts ernten konnte um Wein zu machen. Man nimmt also, was man kriegen kann, denn Ballorin war kein Einzelschicksal. Glücklicherweise hatte er Zugriff auf biologisch angebaute Merlot-Trauben aus dem Bergerac, die Gilles bei sich im Weingut vinifiziert. Und weil die Jahrgangs-Kapriolen Gilles als kleinen Produzenten wirklich an seine wirtschaftlichen Grenzen bringen helfen wir ihm gerne und packen ausnahmsweise zwei Weine von ihm in unsere Junikiste. Selten hat helfen so gut geschmeckt.

2016 Enfant Sauvage Rouge, Vin de Pays Côtes Catalanes

Seit 15 Jahren produzieren Nikolaus und Carolin Bantlin bereits Wein an der Côte Catalanes im Roussillon. Dreißig Kilometer nördlich von Perpignan und nur fünf Kilometer vom Meer entfernt wachsen die Trauben auf 150 ü.N.N.: Die Cuvée aus Grenache Noir und Carignan ist, dank der biodynamischen Bewirtschaftung und der tiefen Verwurzelung in den Kalkböden, mit moderaten 13% überraschend leicht mit immensem Trinkzug und kühler, mineralischer Frische. Die Rebanlagen liegen isoliert inmitten der südfranzösischen Garrigue zwischen Feigen- und Olivenbäumen, was sich auch aromatisch in der Nase spiegelt. Neben dunklen Beeren sind Noten nach Rosmarin und Thymian zu finden, die förmlich darum betteln: Schmeisst endlich einer den Grill an?

Text Sebastian Bordhäuser 

Die Probekiste ist mit 10% rabattiert und die Frachtkosten sind inkludiert. Ein echter Schnapper.

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Abbildung und Jahrgang sind beispielhaft
94,90 €

pro Kiste à 4,5 l
21,09 € / Liter
zzgl. Versandkosten

Artikelnummer

60418-06

Verfügbarkeit

sofort verfügbar

Inhalt

4,5 l

Jahrgang

verschiede Jahrgänge siehe Beschreibung

Typ/Geschmack

trocken, jung, frisch & unkompliziert

passt zu

zum Apéro
zum Kurzgebratenem
fürs Geschmorte
pochierter Fisch mit Soße
für die leichte Sommerküche
zur orientalischen Küche
zum Lamm
Grillfest

Allergene

Enthält Sulfite. Kann Spuren von Eiweiß, Milch und Gelatine enthalten.