Probekiste März 2018

Der Wein

Im Märzen der Bauer die Rösslein anspannt… Der März beendet unwiderruflich den Winter und läutet den kalendarischen Frühling ein, dem sich bestenfalls das Wetter angleicht. Benannt nach dem Kriegsgott Mars scheint dies derweil auf Krawall gebürstet, und auch alles anderweitig Martialische geht auf Mars und somit den frisch angebrochenen Monat zurück. Sogar das Märzen, das stark gehopfte Lager-Bier, hat seinen Ursprung im gleichnamigen März, und musste,  gut gekühlt mit den Restschollen winterlicher Eisplacken, mitunter bis zum Oktoberfest halten. Doch auch wenn es derweil noch eisekalt ist: Ab dem 21. März werden die Tage wieder länger und die Sonne hat wieder mehr Zeit für uns. Die ersten Weine erwachen aus ihrem Winterschlaf, gären langsam zu Ende und erlauben einen ersten Ausblick auf den letzten Jahregang. 2017 war fast europaweit ein katastrophales Jahr, was auf Grund der Frost- und Sturmschäden im Frühjahr enorme Einbussen hinsichtlich der eingeholten Mengen zu beklagen hatte. Auch im Herbst zahlte sich Beharrlichkeit aus, wollte man das wenige Lesegut voll ausreifen lassen. So manchem Winzer stand der Schweiss auf der Stirn und es wurde oft zu früh mit nicht optimaler Reife gelesen. Wer jedoch mutig war und auf seine Reben vertraut hat, der konnte grandiose Qualitäten einholen. Allerdings in sehr geringen Mengen. Doch dies ist Zukunftsmusik, denn was jetzt bereits richtig Spaß zu kosten macht, ist der 2016 Jahrgang. Davon sind haben wir einstweilen reichlich, so dass wir eine feine Kiste für den März packen konnten.

2016 Bernkastler Badstube, Riesling Kabinett feinherb, Markus Molitor, Wehlen/Mosel

Markus Molitor, der Reben-Flüsterer von der Mosel vermag es, Weine mit dem Old-School-Prädikat „Kabinett feinherb“ regelrecht sexy schmecken zu lassen. Dabei liefern sie alles, was man von einem Mosel-Kabinett erwartet: Glasklare Schiefer-Mineralik, den zarten-würzigen Duft sowie reuelose 10,5%, die wie gemacht zu sein scheinen für die derzeitige Fastenzeit. Dieser Wein definiert Trinkfreude wie kaum ein Zweiter und belegt, warum das Prädikat Kabinett derweil zu Recht eine kleine Renaissance durchläuft. Kaum ein anderer Weinstil der Welt verbindet Herkunft mit Charakter und Leichtigkeit zu einer solchen Delikatesse, die sich natürlich mit leichter Küche, aber auch im Alleingang problemlos leeren lässt.

2016 Lugana, Trebbiano, Az. Agr. Maragona, Lombardei/Italien

Oftmals belächelt als belangloser Wein für die italophile Fraktion der Münchener Schickeria und für die Weißwein-auf-Eis-Trinker belegt dieses Exemplar, dass ein Lugana auch schmecken kann. Das er sogar ein ernstzunehmender Wein sein kann. Gekeltert aus über 40 Jahre alten Trebbiano-Reben am Westufer des Gardasees zeigt er nicht nur Herkunft, sondern belegt, dass nachhaltige Bewirtschaftung substantielle und vor allem vielschichtige Weine hervorbringen kann. Bestens geeignet zur täglichen Frühlings-Küche.

2016 Les Calcinaires blanc, Domaine Gauby, Calce, Roussillon/Frankreich

Gerard Gauby gelingt mit dem Calcinaires blanc von Jahr zu Jahr ein Musterbeispiel für einen Weißwein aus dem Roussillon, der seines Gleichen sucht. Stets elegant mit hohem Trinkzug vereinen sie die Kräuterwürze des Südens mit schlanker Statur und glockenklarer Finesse. Der Jahrgang 2016 brachte konzentrierte, druckvolle Weine hervor und dieser Clacinaires blanc kann nicht nur jung, sondern auch in ein paar Jahren mit etwas Flaschenreife zur mediterranen Küche genossen werden. Unser Tip für die begleitende Kost sind die letzten Plattfische der Saison, in Butter gebraten, sowie die kräuterwürzige Gemüseküche.

2016 Pinot Noir, Enderle & Moll, Baden

Die Weine von Enderle & Moll entsprechen nicht wirklich dem Profil, das sich der durchschnittliche Trinker von einem badischen Spätburgunder erhofft. Und das ist sehr gut so, denn so passiert die Revolution im Stillen, in den Kelchen der Geneigten. Während landläufig immer noch die Frage, wie deutscher Spätburgunder denn nun eigentlich zu schmecken habe im Raum hängt, machen ihn Sven Enderle und Florian Moll einfach: Leicht, feinfruchtig, mit hoher Vibration und Eigenständigkeit. Deshalb sind die geringen Mengen immer auch schnell ausverkauft - nicht zuletzt zu großen Teilen ins Ausland. Geöffnet schmecken ihre Weine nach zwei, drei Tagen am besten, denn was langsam und mit großer Sorgfalt gemacht wird, braucht mitunter auch ein bisschen Zeit, um zu zeigen, was in ihm steckt. Und das ist bereits beim Einstiegswein eine ganze Menge!

2017 Chiroubles, Cuvée Nature, Desvignes, Burgund/Frankreich

Chrioubles ist meist etwas unter dem Radar, wenn man von den Crus im Beaujolais redet. Die Weine fallen hier oft frischer und somit zarter aus, sind  gewachsen auf Granit und Porohyr haben sie stets einen frischen Säurezug und weniger Gerbstoffe als die Weine des benachbarten Morgons. Die ungeschwefelte Version dieses Chiroubles von Didier Desvignes hat es uns besonders angetan. Puristisch und klar und eindeutiges Kind seiner Herkunft, ein Gamay, wie er selten mehr Spaß macht. Zur leichten Bistro-Küche oder einfach aus Freude am Frühling. Flasche leer - Feuerwehr!

2016 Au Cerisier, Malbec, Combell La Serre, Cahors/Frankreich

Die Zeit, in der Cahors der schwarze, derbe Wein Gitanes-Mais rauchender, alter Männer war, ist vorbei. Lange galt der Malbec als eine Rebe, die schier unendlich brauchte, um ihre massiven Tannine zu mildern und mit Genuss und entsprechender Reife getrunken zu werden. Er geriet in Frankreich sogar eine Zeit aus dem Fokus und man dachte eher an Südamerika, denn an das Cahors, wenn der Name fiel. Heute ist Malbec angesagter denn je. Der Cerisier von Combell la Serre vereint die markante Art der Rebsorte mit zeitgenössischer, fruchtbetonter Zugänglichkeit. Er passt perfekt zu rotem Fleisch, aber auch zu geschmorten Gemüsegerichten oder Trendfood wie Pizza, Pasta oder Zupfschweinbrötchen.  Text Sebastian Bordhäuser 

Die Probekiste ist mit 10% rabattiert und die Frachtkosten sind inkludiert. Ein echter Schnapper.

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Abbildung und Jahrgang sind beispielhaft
89,00 €

pro Kiste à 4,5 l
19,78 € / Liter
Innerhalb Deutschland versandfrei

Artikelnummer

60418-03

Verfügbarkeit

kleine Restmenge verfügbar

Inhalt

4,5 l

Jahrgang

verschiede Jahrgänge siehe Beschreibung

Typ/Geschmack

trocken, jung, frisch & unkompliziert

passt zu

zum Apéro
zum Kurzgebratenem
fürs Geschmorte
pochierter Fisch mit Soße
für die leichte Sommerküche
zur orientalischen Küche
zum Lamm
Grillfest

Allergene

Enthält Sulfite. Kann Spuren von Eiweiß, Milch und Gelatine enthalten.